Die Geschichte der NPZ Ost

Die neuen Pendelzüge NPZ läuteten im Regionalverkehr ein neues Zeitalter ein. Die Anforderungen an den Bahnverkehr wuchsen in den 70er Jahren stetig. Verschiedene Privatbahnen wurden zusammen mit der Schweizer Schienenfahrzeug-Industrie aktiv und engagierten sich für die Entwicklung neuer Züge für den Regionalverkehr.

Nachfolgend ein paar wichtige Punkte aus dem Pflichtenheft.

  • Möglichst niedrige Wagenbodenhöhe
  • Bequeme, druckdichte Wagenübergänge
  • Hohe Laufruhe und kundenfreundlicher Fahrkomfort
  • Attraktives Design, innen und aussen
  • Moderne Antriebstechnik

Die Bodensee-Toggenburg-Bahn konnte schliesslich im Jahre 1978 einen Auftrag über sechs neue Züge vergeben. An der Lieferung beteiligt waren die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein FFA (Wagenkästen), die Industrie Gesellschaft in Neuhausen SIG (Drehgestelle) sowie an Brown, Boveri & Cie BBC (elektrische Ausrüstung). Weitere Privatbahnen schlossen sich der Bestellung an und somit wurden schweizweit rund 49 „Privatbahn-NPZ“ in unterschiedlichen Ausführungen ausgeliefert.

Die im Jahr 1982 abgelieferten Züge begeisterten die Kundschaft aufgrund ihrer Laufruhe. Diese war der Luftfederung an allen Drehgestellen zu verdanken. Dank der Phasenanschnittsteuerung konnte ein stufenloses und ruckfreies Beschleunigen und Anhalten gewährleistet werden. Auch dank der guten Lärmdämmung konnte so ein neuer Komfortlevel erreicht werden.

Bereits 1990 wurden die bisher dreiteiligen Züge mit einen weiteren Zwischenwagen ergänzt. Mit dem Einsatz der neuen Flirt-Regionalzügen begann der Stern der NPZ langsam zu sinken. Gegen Ende ihrer Einsatzzeit setzte sie die Südostbahn in niedrigen Diensten ein.

 

Die Abschiedsfahrt mit dem dsf

Häufig verschwinden Eisenbahnfahrzeuge nach ihrer aktiven Einsatzzeit sang und klanglos. Nicht so bei den Ost-NPZ. Zusammen mit der SOB war es dem Verein dsf möglich, mit dem Bt 172 sowie dem RBDe 72 am 15. Dezember 2019 eine Abschiedsfahrt anzubieten. Die Route führte durch das ehemalige Einsatzgebiet dieser Fahrzeuge. Die Fahrgäste genossen bei bestem Winterwetter (ohne Schnee) und Bewirtung durch die dsf-Crew eine Rundfahrt von Koblenz via Schaffhausen-Romanshorn-St. Gallen- Wattwil nach Nesslau-Neu St. Johann. Nach dem Mittagshalt wurde mit der Fahrt via Wattwil-Rickentunnel-Rapperswil-Samstagern-Art-Goldau auch das Südnetz der SOB befahren, eine Region, in welcher die Fahrzeuge aufgrund ihrer bescheidenen Zugkraft selten zum Einsatz kamen.

Das Verlassen der Infrastruktur der Südostbahn beendete die Geschichte des Fahrzeuges beim Besitzer SOB und deren Vorgängerbahnen und führte die Fahrt via Südbahn zurück nach Koblenz.

 

   

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